Führungskräfte unbewusst befangen in ihren Werten?
Soziologen sprechen schon länger über unbewusste kulturelle Einflüsse und die Annahme, dass Menschen bestimmte Werte der Kultur, in der sie aufgewachsen sind, übernehmen in der Überzeugung, dass diese universell gültig sind. In Wahrheit sind diese jedoch nur einer bestimmten Kultur eigen. Diese Beurteilung lässt sich auch auf Einzelpersonen übertragen, die an einem bestimmten Ort geboren wurden und durch ihre Erziehung bestimmte Werte übernommen haben: Unbewusst glauben sie, dass alle ihre Werte teilen.
Ein Ethnozentrismus wie eben beschrieben kann Individuen im Arbeitsleben erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Vor diesem Hintergrund haben wir kürzlich den HoganLEAD Wertebericht überarbeitet und um einen Abschnitt ergänzt: „Unbewusste Befangenheit“.
Dieser Abschnitt befasst sich mit Wertvorstellungen von Individuen und wie diese die Wahrnehmung und Interaktion einzelner mit ihrer Umwelt beeinflussen.
Da Werte Identität stiften, sind sich viele Führungspersönlichkeiten über ihre unbewusste Befangenheit und den Einfluss ihrer Wertvorstellungen auf ihre Mitarbeiter gar nicht bewusst. Diese Befangenheit äußert sich in manchen Situationen ungewollt, sie wirkt in Entscheidungsprozesse hinein und beeinflusst den Führungsstil bis hin zur Unternehmenskultur.
Innerhalb eines umfassenden Programms zur Führungskräfteentwicklung ist der Hogan MVPI die effektivste Methode, Führungskräften die eigene Befangenheit bewusst zu machen und somit zu verhindern, dass die Karriere Schaden nimmt.
Der neue Wertebericht ersetzt ab dem 17. Januar 2012 den alten Wertebericht und wird wie gewohnt bestellt.
